Ischias und Angst

Viele kennen es: Man hebt etwa ein schweres Objekt und plötzlich schießt einem ein scharfer Schmerz von der Hüfte abwärts, bis in die Füße. Bei derartigen Schmerzen fällt der Verdacht natürlich sofort auf den Ischiasnerv, welcher eine Form von Rückenschmerzen auslöst und wovon zahlreiche Personen auf der ganzen Welt betroffen sind. Dabei ist der Ischiasnerv sowohl der dickste und wohl auch längste Nerv des Körpers, wobei von Ischias-Schmerzen Personen jeden Alters betroffen sein können.

Doch welche Rolle spielen eigentlich Angstsymptomatiken in Bezug auf die Intensität von Ischias-Schmerzen?

Dieser Frage gehen wir in diesem Artikel nach.

Ischias-Schmerz in Verbindung mit einer Angstsymptomatik

Dass Angst, sowie die Psyche generell, starken Einfluss auf jegliche körperliche Funktionen haben kann, ist heutzutage kein Geheimnis mehr: Dieser Zusammenhang wird schließlich unter anderem in der Psychosomatik erforscht und behandelt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Angst auch bei Ischias-Schmerzen eine verstärkende Rolle spielen und Patienten oftmals zusätzlich belasten kann. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass bestehende körperliche Schmerzen durch eine Angstsymptomatik, teilweise erheblich, intensiviert werden können, wodurch Patienten in einen Teufelskreis aus Schmerzen und Angst geraten, wobei beides sich gegenseitig stets verstärkt.

So können beispielsweise Stress, Angst und andere emotionale Ursachen eine große Auswirkung auf den Körper haben und in manchen Fällen auch die alleinigen Ursachen für starke Schmerzen sein, obwohl Patienten sich körperlich vollster Gesundheit erfreuen. Auch unterdrückte Gefühle und nicht emotionale Belastungen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Körper, wie beispielsweise Muskulatur, Nerven, Organe oder andere Teile der menschlichen Physis.

So stellt der Ischias-Schmerz beispielsweise keine körperliche Erkrankung oder Verletzung dar, sondern ist "nur" ein Symptom von anderen, ebenfalls relativ harmlosen Ursachen, wie beispielsweise verspannter oder verstauchter Muskulatur, wobei der Schmerz jedoch rein psychosomatische Ursachen haben kann.

In den meisten Fällen verschwinden Ischias-Schmerzen nach maximal drei Monaten, wobei eine Schmerzdauer über einen deutlich längeren Zeitraum einen starken Zusammenhang mit einer Angstsymptomatik vermuten lässt und in dieser Situation eine psychologische Behandlung eine sinnvolle Therapie darstellt.

Zudem sind sowohl präventiv, wie auch während bereits bestehenden Schmerzen, verschiedenste Entspannungsmethoden äußerst hilfreich und können der Entwicklung dieser entweder vorbeugen oder deren, insofern die Schmerzen bereits bestehen, Genesung fördern. Da Angstsymptome oftmals mit Stress zusammenhängen, ist dies eine hervorragende Methode um psychosomatischen Schmerzsymptomen vorzubeugen, wobei es auch hilfreich sein kann, sich im Bereich der Psychosomatik zu informieren, um die Zusammenhänge zwischen körperlichen Schmerzen und psychischen Ursachen besser zu verstehen.

Können Angstsymptome Ischias-Schmerzen also verstärken? Ja, eindeutig. Im Falle dessen, dass auch Sie vermuten, dass Angst bei Ihrer Schmerzsymptomatik eine entscheidende Rolle spielt, empfiehlt es sich daher auch, Selbstrecherche in diese Richtung zu betreiben, wobei es mit Sicherheit auch sinnvoll ist, sich an medizinische Spezialisten im Bereich der Psychosomatik zu wenden, um etwaige Therapievorschläge zu besprechen.